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Endlich ist das Land in Sicht: das Hertie-Haus hat nun eine Lösung.

Ruhrnachrichten Lünen, 19.09.2013

Bauverein kauft Immobilie

Hertie: Gewerbliche Nutzung und Wohnungen

LÜNEN: Die Frage, was aus der Hertie-Immobilie in der Lüner Innenstadt wird, wurde am Donnerstag beantwortet. Der Bauverein zu Lünen hat die Immobilie gekauft. In einer Pressekonferenz im Rathaus erläuterten Stadt, Bauverein und die Firma Projektentwicklung Uding die Zukunft des Gebäudes.

(Von Peter Fiedler)

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Trüb waren am Donnerstag nur die Rahmenbedingen: Bei den Beteiligten herrschte Freude über die Entscheidung in Sachen Hertie: Von links Christian Christensen (Firma Uding), Beigeordneter Matthias Buckesfeld, Andreas Zaremba (Bauverein), Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick, Friedhelm Deuter (Bauverein) und Torsten Uding (Firma Uding)

                                                                                                       (Foto: Peter Fiedler)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Bauverein zu Lünen kauft die Hertie-Immobilie
  • Ein Teil des Gebäudes wird abgerissen
  • Im Erdgeschoss ist gewerbliche Nutzung geplant
  • In den oberen Stockwerken entstehen Wohnung

Um 12.48 Uhr endet die Pressekonferenz. Und die Zukunft des früheren Hertie-Komplexes beginnt.

Aktualisierung 12:48 Uhr:

Torsten Uding reicht jetzt doch ein paar Skizzen herum, unter der Voraussetzung, dass sie von den Medienvertretern nicht veröffentlicht werden. Die Skizzen zeigen: Das Erdgeschoss bleibt bestehen, darüber „teilt“ sich das Gebäude: Auf der einen Seite ist es viergeschossig, auf der anderen dreigeschossig. Dazwischen ist eine begrünte Schneise geplant, mit Sichtachse von der Marktstraße Richtung Graf-Adolf-Straße. Die Schneise soll zugänglich sein für die künftigen Bewohner. 3000 Quadratmeter Wohnfläche insgesamt seien geplant, 2600 Quadratmeter Gewerbefläche.

Bauvereins-Vorstand Andreas Zaremba kündigt an: „Es werden hochwertige Mietwohnungen, die von uns vermarktet werden und die auch in unserem Bestand bleiben.“ Im gewerblichen Bereich sei ein Mix aus Einzelhandel und anderen Nutzungen, zum Beispiel Gastronomie, angedacht. Man habe bereits erste Anfragen. Es sei aber auch ein bundesweit tätiger Makler beauftragt worden.

Aktualisierung 12:45 Uhr:

Friedhelm Deuter sagt: „Das gesamte Projekt wird uns fix und fertig um die zehn Millionen Euro kosten, da ist der Preis für die Immobilie inklusive.“ Jetzt werde die konkrete Arbeit am Projekt beginnen. „Wir gehen davon aus, dass wir im Frühjahr 2014 eine Genehmigung haben.“ Schnelligkeit sei aber nicht unbedingt das Ziel. „Wir wollen eine schlüssige Planung im Einvernehmen mit allen Beteiligten“, so Deuter.

Buckesfeld betont, die Stadt werde eine Reihe von Maßnahmen im Umfeld des Gebäudes durchführen. Er nannte die Stichworte Beleuchtung, Zuwege, Sitzgelegenheiten, Bepflanzung. Dabei werde auch eine Finanzierung über öffentliche Fördermittel geprüft.

Aktualisierung 12.30 Uhr:

Jetzt informiert Projekt-Entwickler Torsten Uding. Es werde zwei Baukörper geben, einen viergeschossigen und einen dreigeschossigen. Die nächsten Schritte werde man jetzt mit dem Bauverein und der Stadt abstimmen. „Mit Zeichnungen oder Plänen kann ich noch nicht dienen“, so Uding.

Friedhelm Deuter betont, man werde die konkrete Planung in enger Zusammenarbeit mit der Stadt angehen.

Beigeordneter Matthias Buckesfeld sagt: „Es gibt Immobilienprojekte, die müssen reifen.“ Ursprüngliche Preisforderungen des Eigentümers hätten sich im zweistelligen Millionenbetrag bewegt. Dann habe es aber einen Paradigmenwechsel gegeben. „Ich persönlich bin sehr sehr froh, dass ein Unternehmen aus unserer Kommune unser Partner ist. Der Bauverein hat seine Verantwortung für die Stadtentwicklung schon bewiesen.“

Es gebe einen aktuellen Bebauungsplan, so Buckesfeld, der zügig vollzogen werden könne. „Wir können jetzt schnell in Richtung Bauantrag arbeiten.“

Aktualisierung 12.24 Uhr:
An der Pressekonferenz beteiligt sind Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick und Beigeordneter Matthias Buckesfeld, Christian Christensen und Torsten Uding von der Firma Projektmanagement Uding aus Lünen und Friedhelm Deuter und Andreas Zaremba für den Bauverein.

Friedhelm Deuter hat als erster das Wort: „Wir haben immer mit dem Hertie-Gebäude als Lüner Unternehmen geliebäugelt“, sagt er und kündigt einen Teilabriss der „Hertie-Ruine“ an. Im unteren Geschoss solle es eine gewerbliche Nutzung geben, in den oberen Geschossen Wohnungen. „Wir wollen das Gebäude insgesamt aufschneiden, es wird nicht der grobe Klotz bleiben.“

Aktualisierung 12.06 Uhr:

Der Kaufvertrag ist bereits unterschrieben. Der Insolvenzverwalter, der sich um die Vermarktung der Hertie-Immobilien hat dem Projekt zugestimmt. Der Bauverein erklärt zur Stunde, wie er das Gelände entwickeln will. Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick betont „Ich bin sehr glücklich.“ Hertie sei eine „Narbe“ in der City gewesen.

Erste Meldung:

Es scheint Bewegung in die Vermarktung der leer stehenden Hertie-Immobilie zu kommen. Gibt es vielleicht sogar eine Lüner Lösung? Der Bauverein und die Stadt Lünen haben für heute eine Pressekonferenz angekündigt.Daran nehmen Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick, Technischer Beigeordneter Matthias Buckesfeld sowie Friedhelm Deuter, Vorstandsvorsitzender des Bauvereins zu Lünen, und Andreas Zaremba, ebenfalls Bauverein-Vorstand, teil.

Seit über vier Jahren ist das Gebäude am Marktplatz verwaist und gilt als Schandfleck in der Innenstadt. Immer wieder wurde über mögliche Lösungen diskutiert.