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Die Brücke an Graf-Adolf-Straße hat nun einen Namen: „Salford-Brücke“

 

Ruhrnachrichten Lünen, 15. September 2016, von Beate Rottgardt

50 Jahre Partnerschaft

Brücke an Graf-Adolf-Straße wird „Salford-Brücke“

LÜNEN Die Abstimmung hat ergeben, dass die jüngste aller Lüner Lippebrücken, die im Mai eröffnete Graf-Adolf-Straße, „Salford-Brücke“ heißen wird. Beim Festakt zum 50. Geburtstag der Städtepartnerschaft im Ratssaal überreichte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns ein entsprechendes Schild an den Salforder Verwaltungschef Paul Denett.

 

So sieht die jüngste aller Lüner Lippebrücken aus der Luft aus. Die Graf-Adolf-Straße, das Bauwerk mit dem markanten blauen Bogen, heißt bald Salford-Brücke, benannt nach Lünens Partnerstadt Salford._Foto: Oskar Neubauer (Archiv)

So sieht die jüngste aller Lüner Lippebrücken aus der Luft aus. Die Graf-Adolf-Straße, das Bauwerk mit dem markanten blauen Bogen, heißt bald Salford-Brücke, benannt nach Lünens Partnerstadt Salford._Foto: Oskar Neubauer (Archiv)

Als „große Ehre für mich und die Bürger von Salford“ bezeichnete Paul Denett die Idee Lünens, eine Lippebrücke nach der englischen Partnerstadt zu benennen. Nun ist entschieden:  Über 700 Bürger beteiligten sich nach Angaben der Stadt an der Abstimmung, zu der Kleine-Frauns aufgerufen hatte. 315 von ihnen entschieden sich für die Brücke Graf-Adolf-Straße als künftige Salford-Brücke. 231 favorisierten die Fußgängerbrücke Lange Straße, gefolgt von den Brücken Kurt-Schumacher-Straße (79) und Konrad-Adenauer-Straße (77).

Die Salford-Brücke ist das Lüner Gegenstück zum Lünen Square: Anlässlich des Partnerschaftsjubiläums hatten die Salforder Stadtväter bereits im Juni einen Platz nach Lünen benannt. Stadtfilmer Knut Thamm erinnerte in einem halbstündigen Film gestern an die Feierlichkeiten zum 50. und 40. Geburtstag in Salford.

Städtepartnerschaften bringen Kulturen zusammen

Zuvor hatte Paul Denett, begleitet von einer großen Delegation aus Salford, erklärt, die Partnerschaft bringe die Menschen zusammen. Es gebe viele Herausforderungen für beide Städte, seien es die Folgen des Klimawandels oder die Flüchtlingsfrage. „Durch die Partnerschaft haben wie die Möglichkeit, etwas über die Kultur des anderen Landes zu lernen, es bringt uns als Menschen zusammen“, so Denett. Er sehe sich als „internationaler Mensch“, für den solche Freundschaften mit Städten in anderen Ländern sehr wichtig seien.

Das sieht auch Kleine-Frauns so: „Städtefreundschaften und -partnerschaften machen mehr Sinn denn je, auch wenn das europäische Haus Risse bekommen hat.“ Denn sie seien „gelebte Beziehungen von Menschen zu Menschen“. So wie er es schon beim Besuch einer Lüner Delegation im Juni in Salford getan hat, unterstrich er, dass er sich für die nächsten 50 Jahre das Fortbestehen der Freundschaft wünscht. „Möge die Städtepartnerschaft so verbindend sein wie die Salford-Brücke in Lünen und so stark werden wie der schon gepflanzte Partnerschaftsbaum im Lippepark.“

Fünf Jahrzehnte Freundschaft

Als überzeugter Europäer freute sich auch Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß über die fünf Jahrzehnte währende Freundschaft zwischen Salford und Lünen. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir die Herausforderungen und Probleme unserer Gesellschaften im Weltmaßstab nur gemeinsam wirksam bewältigen können“, so Müller-Baß. Er sei am Morgen nach der Brexit-Entscheidung der britischen Bevölkerung „emotional angegriffen“ gewesen.

Für ihn sei aber klar: „Das Vereinigte Königreich ist und bleibt ein wichtiger Partner der Europäischen Union und damit der europäischen Wertegemeinschaft. Wir werden auch weiterhin enge wirtschaftliche, kulturelle und menschliche Beziehungen pflegen.“

Die Städtepartnerschaft mit Salford lebe und „wir werden sie auch weiterhin mit aller Kraft am Leben halten“. Dafür stünden nicht nur Politik und Verwaltung, sondern auch die Menschen, die sich im Partnerschaftsverein SaLü engagieren.

Fahrrad-Piktogramme für Verkehrssicherheit

Durch vermehrte Meldungen von Bürgern, dass es Irritationen über die Verkehrsführung für Fahrradfahrer und Fußgänger gibt, wird die Salford-Brücke nun von zwei Fahrrad-Piktogrammen „eingerahmt“.  Einige Fahrradfahrer hatten den Fußweg genutzt, der „als solcher deutlich ausgewiesen ist“, so die Stadt. Die Fahrrad-Piktogramme sollen die Führung deutlicher machen und sind bewusst mittig auf den Fahrstreifen angebracht.