Allgemein

Kita soll im AWO-Zentrum entstehen.

Ruhrnachrichten Lünen, 23. Februar 2017
Erstellt: Beate Rottgardt

Jugendausschuss stimmt zu

Lünens neue Kita soll im AWO-Zentrum entstehen

Das AWO-Zentrum Lippeaue. Hier soll eine neue Kita entstehen._Foto: Beate Rottgardt

LÜNEN_ 55 Kinder sollen in der neuen Kita in Lünen betreut werden. Drei Gruppen sind dafür geplant. Eigentlich wollte die Stadt für das Projekt neu bauen. Jetzt hat der Jugendhilfeausschuss einem Vorschlag der Lüner AWO zugestimmt. Eine Entscheidung muss nun der Rat treffen.

Die geplante neue Kindertageseinrichtung (Kita) in Lünen-Mitte soll im Zentrum Lippeaue der Arbeiterwohlfahrt (AWO) entstehen. Diesem Vorschlag von Verwaltung und AWO stimmten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses am Dienstagabend einmütig zu.

Nun muss noch der Rat am 2. März zustimmen. Die Vorlage war kurzfristig auf die Tagesordnung des Ausschusses gestellt worden, „weil sie aus unserer Sicht eine gute Lösung ist und wir den Standort brauchen“, so Fachdezernent Ludger Trepper, der sich für die Kurzfristigkeit entschuldigte.

Zentrum wird zum Mehrgenerationen-Haus

Mit der neuen Kita wird das Zentrum Lippeaue zu einem Mehrgenerationen-Haus. Denn in dem Gebäude befinden sich beispielsweise eine AWO-Tagespflege für Senioren, die Beratung bei Schwangerschaftskonflikten, eine Außenwohngruppe für Menschen mit Behinderung und der AWO-Ortsverein Lippeaue.

Die neue Kita soll die ursprüngliche Außenstelle der Kita Viktoriastraße ablösen, die derzeit am St. Georg-Kirchplatz untergebracht ist und von der Stadt betrieben wird. Trepper: „Ab dem kommenden Jahr hätten wir dort keine Betriebsgenehmigung für drei Gruppen und Betreuung von U3-Kindern mehr erhalten, ohne zu investieren.“

AWO baut Zentrum auf eigene Kosten um

Deshalb hatte man ursprünglich einen Neubau auf dem Gelände der Geschwister-Scholl-Gesamtschule geplant. Nun kam das Angebot der AWO, im Bestand (Zentrum Lippeaue) umzubauen und eine dreigruppige Kita zu errichten. „Die Mittel, die die Stadt ursprünglich für den Neubau geplant hatte, können wir jetzt für den geplanten Kita-Neubau an der Bahnstraße in Lünen-Süd verwenden“, so Trepper.

Die AWO baut auf ihre Kosten das Zentrum Lippeaue um, der AWO-Unterbezirk mietet die Räume für die Kita und die Stadt zahlt die regulären Pauschalen nach dem Kinderbildungsgesetz Kibiz. Diese Lösung ist für die Stadt wirtschaftlicher. Ein Eigenbetrieb hätte eine jährliche Nettobelastung von 379 583 Euro bedeutet. Der Betrieb durch die AWO kostet die Stadt dagegen jährlich 231 757 Euro.

Das Thema werde auch mit dem Personalrat der Stadt abgestimmt, denn es sind ja auch Arbeitsstellen betroffen. Trepper: „Die Menschen, die jetzt für die Stadt Lünen arbeiten, werden es auch weiter tun.“