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Lüner Berufskolleg wird 2019 saniert.

 

Erstellt: 10. Juli 2017, Torsten Storks_RN-Redaktion Lünen

Kosten von zwei Millionen Euro Turnhalle am Berufskolleg Lünen wird 2019 saniert

LÜNEN Rund acht Millionen Euro hat der Kreis Unna seit 2005 in die Schulgebäude und das Außengelände des Lippe Berufskollegs in Lünen (LBK) investiert. Mitte 2019 geht es weiter: Dann steht die Sanierung der Dreifachturnhalle an. Die kostet wieder Millionen und ist nur mit Hilfe von Bund- und Landesmitteln zu stemmen.

 

Verantwortliche des Kreises Unna und des Lüner Beruf-Kollegs auf dem Schulgelände anlässichlich der Vorstellung künftiger Sanierungsmaßnahmen._Storks

Der Kreis Unna ist Träger der Berufskollegs. Die Turnhalle befinde sich in einem Zustand, „wo sich die Sanierung rechnet“, erklärte Detlef Schroeder, Fachbereichsleiter Bauen beim Kreis. Die Sanierung koste rund zwei Millionen Euro, ein Neubau an gleicher Stelle würde jedoch mit etwa 4,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Der Umbau sollen ein Jahr lang dauern. In dieser Zeit müssen die Berufsschüler zum Sportunterricht in andere Hallen ausweichen.

Neben regelmäßigen Schönheitsreparaturen am Berufskolleg kostete allein der Bau der Großküche in 2005 exakt 270.000 Euro. In energetische Maßnahmen wie Dach- und Fassadensanierungen inklusive des Einbaus neuer Fenster sowie den Bau des Gebäudeteils C flossen in den Jahren 2009 bis 2012 rund 3,9 Millionen Euro.

Schulhof des Berufskollegs wurde neu gestaltet

Zu den jüngsten, mittlerweile abgeschlossenen Investitionen, zählt die Neugestaltung des Schulhofes. „Dazu gehört in erster Linie die Möblierung des Schulhofes mit Tischtennisplatten, Stehtischen, Fahrradständern und Möbeln für den Unterricht im Freien“, sagte Detlef Schroeder. Die Kosten dafür beliefen sich auf 100.000 Euro.

Träger und Schule investierten zudem in die digitale Ausstattung des Kollegs: „Allein im IT-Bereich können wir von einem extrem hohen Grad der Digitalisierung sprechen. Wir haben hier allein zehn moderne Computerräume und in der kompletten Schule 400 vernetzte Rechner“, sagte Arno Franke: „Wenn wir die Jugend wirklich zukunftsfähig machen wollen, ist dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Kreis muss für gute Unterrichtsbedingungen sorgen

Finanziert wurden sämtliche Maßnahmen der vergangenen Jahre aus Geldern des Kreises und natürlich aus entsprechenden Bundes- und Landesmitteln. „Sonst wäre das Ganze nicht zu stemmen“, sagte Schroeder. Neben dem Lippe Berufskolleg Lünen befinden sich vier weitere Kollegs in der Trägerschaft des Kreises. Drei davon befinden sich drei in Unna und eins in Werne. Dazu kommen noch sechs Förderzentren mit acht Standorten, in die der Kreis Millionen Euro investiert.

„Der Kreis hat für uns beste Unterrichts- und Arbeitsbedingungen geschaffen“, sagt Schulleiter Arno Franke. Davon profitierten nicht zuletzt die Schüler: „Die Bedeutung der Renovierungs- und Sanierungsarbeiten ist für die Freude am Lernen nicht zu unterschätzen.“ Gleiches gelte für das Lehren. Am Lippeberufskolleg werden durchschnittlich 2300 Schüler unterrichtet. Dafür zeichnen laut Franke 125 bis 130 Lehrer verantwortlich.